Der Bergsteiger

Der Bergsteiger

By IngoBreuer | GuteBotschaft | 29 Nov 2020


Ein berühmter Bergsteiger mußte feststellen, daß viele seiner Bergsteigerkollegen bereits tödlich verunglückt sind. Obwohl er daher schon oft mit dem Tod konfrontiert wurde, befaßt sich der Bergsteiger und Grenzgänger nicht genau mit dem Gedanken, was nach dem Tod kommt. Sein Denken ist wohl von dem evolutionären Konzept des “Rechts des Stärkeren” geprägt. Die Tatsache, daß er von all seinen Kollegen noch lebt, scheint ihn wohl mit dem Stolz zu erfüllen, daß er der Stärkere oder zumindest Glücklichere ist.

Der Bergsteiger glaubt nicht an Gott, sondern spricht nur davon, daß es das “Jenseitige” gibt. Er behauptet, er sei so mit dem Diesseits beschäftigt, daß er keinen Gedanken an das “Jenseitige” verschwendet. Damit wird er sich erst befassen, wenn er dort angekommen ist. Da Gott für ihn nicht wissenschaftlich meß- oder erkennbar ist, glaubt er nicht an ihn und nennt all das, was der Mensch noch nicht über das Wesen Gottes weiß bzw. was nach dem Tod kommt pauschal das “Jenseitige”. Der Bergsteiger meint, der Mensch habe den Fehler gemacht, Gott zu definieren, obwohl das – laut seiner Privatmeinung – “jenseits unserer Möglichkeit ist.”

Aus der Verantwortung gestohlen
Mit dieser Ansicht kann man sich schnell aus der Verantwortung vor Gott ziehen. Den säkular denkenden Menschen ist nichts lieber als das, denn der Gedanke, daß sie sich für ihr Handeln vor Gott verantworten müssen, stört sie. Sie wollen es nicht anerkennen, daß jemand anders die Regeln für das Leben macht uns sie für die Achtung dieser Regeln in die Verantwortung zieht und entsprechend belohnt. Deshalb muß die Wissenschaft immer wieder als Handlanger dienen, um den ohne Gott lebenden Menschen, den “Beweis” zu liefern, daß es Gott nicht gibt und die Bibel nicht ernst zu nehmen ist. Diese Ansicht bringt verhängnisvolle Folgen für unsere Seele und unser Heil mit sich.

Aufklärung über das “Jenseitige”
Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht. Hebräer 9:27.
Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, darum daß er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er’s beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt. Apg. 17:30,31. Jesus berichtet sogar von dem reichen Mann und Lazarus in Lukas 16:19-31. Hier ist auffällig, daß Lazarus (bed. Gott hat geholfen) von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde als er starb. Vom reichen Mann heißt es lediglich, daß er begraben wurde. Hier wurde wohl der Fehler gemacht, nur ans Diesseitige zu denken. Wer nur bis zum Begräbnis denkt, denkt zu kurzsichtig. Alle Welt redet von “Nachhaltigkeit”. Wer in Wahrheit “nachhaltig” leben will, der denkt über den Tod hinaus bis an die Ewigkeit und denkt deshalb über das ewige Heil nach. Wir sollen mit Freude und Dankbarkeit uns auf die Aussagen des Herrn Jesus stützen: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Wer seine Sichtweise nur auf das Diesseitige beschränkt, sieht in dem Gnadenangebot Gottes keinerlei Sinn, und lehnt sogar das ab, was eigentlich in seinem besten Interesse ist. Wer nur fragt: “Was bringt mir das jetzt?”, ist ein Narr (Psalm 14 & 53) und gleicht einem Autofahrer, der ohne Spiegel am Fahrzeug und mit Scheuklappen auf den Augen über eine vielbefahrene Autobahn rast.

Zu kurz gedacht
Ein Wahlspruch der Grünen lautet: “Zu kurz gedacht macht lange Gesichter”. Da ist etwas Wahres dran: Der reiche Mann, von dem Jesus erzählte, machte den Fehler, daß er nur bis zum Begräbnis dachte. Er meinte – genau wie der Bergsteiger -, er bräuchte nicht an das Jenseitige zu denken oder er glaubte der Lüge des Teufels, daß mit dem Tod alles aus sei. Jesus warnt uns vor solchem kurzen Denken. Der reiche Mann gelangte ins Totenreich und litt Qualen. Erst jetzt, als es zu spät ist, hebt der reiche Mann in seinen Qualen seine Augen auf zu Abraham und fängt an zu beten. Abraham teilt ihm mit, daß er an seinem Zustand nichts ändern kann. Das ist der Denkfehler des berühmten Bergsteigers. In diesem Leben müssen uns klarmachen für das Jenseitige. Nach dem Gericht gelangt der Mensch in einen endgültigen Zustand. Das Gericht über die Heidenvölker hat 2 Ausgänge. Schafe und Böcke werden voneinander geschieden. Die Schafe zur Rechten Jesu sind die Gesegneten des Vaters, die das Reich erben. Die Böcke zu seiner Linken sind die Verfluchten, die ins ewige Feuer gehen. Das alles sind sehr ernste Zusammenhänge. Darüber sollte niemand spaßen und erst recht niemanden verwünschen. “Verdammt” ist nicht Gottes Nachname. Im Licht der Worte Jesu in Mk. 16:16 und Mt. 12:36 erkennen wir, welch schlimme Sünde es ist, wenn wir einen Mitmenschen im Zorn als “verdammt” bezeichnen. In der Ewigkeit bei Gott wird sich herausstellen, ob das Fluchen, Verwünschen von Mitmenschen und Mißbrauchen von Gottes Namen nicht mitverantwortlich ist für das Leid der Welt. Erhört Gott vielleicht die Worte, wenn ein Mensch im Zorn den Namen Gottes mißbraucht und eine Person oder Sache verwünscht? Hier gilt auch: Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Gal. 6:7.


Der berühmte Bergsteiger muß verstehen, daß dieses Leben Saatzeit ist. Im “Jenseitigen” jedoch ist Erntezeit. Wer sich mit dem “Jenseitigen” erst befassen will, wenn er dort ankommt, muß feststellen, daß es zu spät ist. Jetzt müssen wir Schätze im Himmelreich sammeln. Jetzt ist die Zeit des Heils. Jetzt müssen wir Christus vertrauen und ihm unser Leben rückhaltlos darbringen, damit wir unter seiner Herrschaft sind.

Seelenhygiene bewahrt vor Irrtum
Die Mentalität des Bergsteigers ist eine hochgefährliche Angelegenheit. Jesus hat ausdrücklich und wiederholt vor solchem Irrtum gewarnt. Wer nicht an das Jenseitige denkt, neigt zur Lebensmüdigkeit. Er bringt sein Leben und seine Seele unnötig in Gefahr, weil er keine Ehrfurcht vor diesem Leben und seiner Seele hat.
Die Privatmeinungen berühmter Persönlichkeiten, die heute hoch gejubelt werden, sind letztlich nicht autoritativ. Wenn ein Bergsteiger eine Privatmeinung über Gott erzählt, ist das vergleichbar mit einem Müllwerker, der einem Chirurg vorschreibt, wie er eine Herzoperation durchzuführen hat. Bei Christen muß es so gehandhabt werden, daß sie sich im klaren darüber sein müssen, wer autorisiert ist, eine Aussage zu Themen wie Gott und der Ewigkeit zu machen. Wer nicht ein einziges Mal die Bibel von Anfang bis Ende mit Sanftmut (Jak. 1:21) durchgelesen hat, ist im Grunde  nicht autorisiert, über den Inhalt eine gültige Aussage zu machen. Was der Mensch hochschätzt bzw. geringschätzt zeigt, was wirklich in seinem Herzen ist.

Vorliebe für Gott entwickeln
Privatmeinungen von Stars, Sternchen und berühmten Persönlichkeiten werden oft höher geschätzt als die verbindlichen Aussagen in Gottes Wort. Christen müssen ihr Herz prüfen, was sie im innersten Kern ihrer Persönlichkeit wirklich höher oder geringer schätzen. Sehen wir das Leben in einem Blickwinkel, der Gott wohlgefällt? Nur wer Gott über alles liebt (Das erste Gebot, Mk 12:30) und hochschätzt, ist fähig, all die falschen Stimmen auszublenden. Heute werden Christen in der westlichen Welt von der Werbung und dem Konsum dazu aufgepeitscht, gewisse Dinge und Personen mehr zu achten als Gott. Das geschieht oft völlig unbewußt. Die Vorlieben des Menschen entscheiden nämlich, wo das Geld verdient wird. Besonders gefährlich ist es, wenn Kleinkinder schon mehr Begeisterung für eine Disney-Spielzeugfigur haben als für den Herrn Jesus Christus. Wir haben ihnen dann schon suggeriert, daß Gott geringer zu schätzen ist als manche Konsumgötzen. Im Kindesalter werden lebenslange Vorlieben etabliert. Wir müssen diese nötige Seelenhygiene sehr ernst nehmen – bei uns selbst und den uns anvertrauten unmündigen Kindern. Wir müssen eine Vorliebe für Gott entwickeln, so daß wir uns im Zweifelsfall für Ihn entscheiden. Wer diese Seelenhygiene nicht betreibt, ist unbeständig, denn seine Persönlichkeit und seine Überzeugungen werden sich ändern mit jeder Trendwende.
Wer eine Vorliebe für Gott hat, wird sich nicht von den modernen Meinungen und Lebensphilosophien – wie im Fall des berühmten Bergsteigers – beeinflussen lassen.

Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid.
2. Korinther 13:5.

How do you rate this article?

0


IngoBreuer
IngoBreuer

Bible believer and conservative from Germany.


GuteBotschaft
GuteBotschaft

Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kalt Wasser einer durstigen Seele. Sprüche 25:25. Die gute Botschaft ist das Wort der Bibel, die von Gott inspiriert ist. Es ist gut, erlöst zu sein durch Gottes Gnade und Jesus persönlich im Herzen zu kennen. Dazu ist der Glaube an Sein mächtiges Wort instrumental. Hier sind wir achtsam auf das, was Gott uns in der Bibel sagt. Aus Liebe zu Gott, aus Liebe zum Nächsten, aus Liebe zur Wahrheit.

Publish0x

Send a $0.01 microtip in crypto to the author, and earn yourself as you read!

20% to author / 80% to me.
We pay the tips from our rewards pool.